Ein spannendes Interview mit Daniel Ruscheinsky. Ein 0 Handicap Spieler, verrät seine spielerischen Geheimnisse.

Ein Golf Interview mit Daniel Ruscheinsky. Ambitionierter Golfspieler, mit einem Handicap von -0.2. Ich habe es geschafft ihn zu interviewen und es ist etwas sehr spannendes und vor allem wertvolles entstanden. Ich habe ihn jegliches zum Thema Golfspiel und Golf Training gefragt. Auch spielerisch hat er sehr wertvolle Golf Trainingstipps heraus gerückt. Viel Spaß beim lesen!

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Daniel Ruscheinsky

Wie bist du zum Golf spielen gekommen?

Meine Eltern haben meiner Oma einen Golf Einsteigerkurs zum Geburtstag geschenkt. Wenn sie mit dem E- Cart auf die Golfrunde gefahren ist, durfte ich ab und zu den Golfwagen fahren. Irgendwann habe ich dann auch heimlich die ersten Golfschläge auf dem großen Platz gemacht und irgendwann war ich auch mit dem Golfvirus infiziert.

 

Was war dein bestes HCP?

Mein bestes Handicap war -0,2.

Was war dein tollstes Golf Erlebnis?

 

Mein tollstes Golferlebnis war vor 3 Jahren mit einem guten Freund, meine erste Golfrunde auf dem Old Course in St. Andrews. Startzeiten sind dort auf Jahre hinaus ausgebucht. Vor Ort hat man nur die Möglichkeit an einer Lotterie teilzunehmen, wo ganz wenige Startzeiten in der Verlosung sind, die Mitglieder von St. Andrews nicht nutzen oder Greenfee Spieler die ihre Startzeit abgesagt haben. Wir haben uns schon am Abend um 22.00 am Starterhäuschen anstellen müssen um uns dann 8 Stunden später, um 06.00 früh, in die Lottierieliste eintragen zu können. Dann sind wir zurück ins Hotel gefahren und haben tatsächlich am späten Vormittag einen Anruf bekommen, dass wir am Nachmittag starten dürfen.

Am ersten Tee auf dem bekanntesten Golfplatz der Welt abschlagen zu dürfen, vor noch aufgebauten Tribünen der British Open, war schon ein einmaliges Erlebnis. Wir durften alles erleben was man von St. Andrews erwarten darf. Sonnenschein, Regen, Hagel, Wind. 300 m Abschläge mit dem Eisen und Rückenwind standen 180 m Abschlägen mit dem Driver gegen den Wind entgegen.  So ein Links Kurs spielt sich ganz anders als die mir bekannten Plätze in Deutschland oder Österreich. Eines ist klar, ich muss da unbedingt nochmal hin in diesem Leben.

 

Was war dein bitterstes Golf Erlebnis?

 

Da gab es viele J Eines meiner bittersten Erlebnisse war beim Matchplay in einem Mannschaftsturnier. Wir haben gegen 2 deutsche Nationalspieler Matchplay im klassischen Vierer (also abwechselnd schlagen) die auf dem Papier haushoch überlegen waren. Nach 17 Löchern sind wir All Square auf die 18 gegangen was ein mega Erfolg war. Leider haben wir die 18 mit Par gegen Birdie verloren und somit das gesamte Match. Super gespielt, super gekämpft und am Ende trotzdem mit 0 Punkten ins Clubhaus gekommen. Das war schon sehr bitter.

Schon mal ein Hole in One gespielt?

Ja, sogar im Turnier ;-). Mir war ein Hole in One nie wichtig, da es ja hauptsächlich mit Glück zu tun hat. Jetzt wo ich eins gespielt habe, bin ich aber doch froh einen Haken auf der Golf To Do Strichliste machen zu können. Wahrscheinlich hätte ich mich geärgert, wenn ich im Alter zurückgeschaut hätte und nie eins gespielt hätte J

 

Welcher war der schönste Golfplatz den du jemals gespielt hast?

Welcher der schönste Platz war kann ich gar nicht genau sagen aber der beeindruckendste war definitiv der Old Course in St. Andrews. Andere tolle Plätze die ich gespielt habe waren Fontana in Österreich, Black River in der Slowakei, Hamburg Falkenstein und Winston Golf in Deutschland.

 

Wie oft trainierst du Dein Golfspiel?

Das hat sich sehr stark geändert. Früher habe ich jeden Tag trainiert. Mittlerweile trainiere ich nur noch 1-2 Tage die Woche, versuche dies aber effizienter und konzentrierter zu tun. Es hilft nichts jeden Tag 200 Bälle ohne Schwungedanken und Ziele auf die Range zu prügeln. Besser wäre es, nur 50 Bälle zu schlagen, diese aber sehr konzentriert inklusive Pre-Shot Routine, Probeschwünge, Schwunggedanken etc.

 

Wie sieht dein Golf Training aus?

Ich starte meistens mit dem kurzen Spiel und pitche erst mal um die 50 Bälle auf unterschiedliche Fahnen auf das Übungsgreen. Damit komme ich in einen besseren Rhythmus als wenn ich gleich auf die Range gehe und volle Schläge mache.

Nach dem Pitchen gehe ich zum Puttinggreen und schlage ca. 20- 30 Chips. Wichtig: Jedes Mal nur mit einem Ball und auf ein Ziel. Ich möchte nicht 10 Bälle auf ein Ziel chippen bis mal einer an der Fahne liegt, sondern ich möchte wie auf dem Platz mich jedes Mal auf die neue Situation einstellen müssen. Am Platz habe ich ja auch nur eine Chance. Essentiell für bessere Spieler ist es, beim Chippen immer den Ball zu nehmen, den man später auch auf der Runde verwendet. Es gibt ja weichere und härtere Bälle, die kürzer bzw. weiter ausrollen.

 

Wie soll man ein Längengefühl entwickeln, wenn ein Ball jedes Mal unterschiedlich reagiert?

 

Auf was legst du Wert beim Golf Training?

Je älter man wird, desto weniger Zeit hat man zur Verfügung. Deshalb ist es wichtig in dieser wenigen Zeit das Effektivste zu machen und das mit absoluter Konzentration. Beim Training lege ich viel Wert auf die Vorstellungskraft. Das heißt, ich versuche mental so nah wie möglich am Platz bzw. im Turnier zu sein. Ich stelle mir zum Beispiel vor, dass ich am ersten Abschlag stehe und links Out of Bounce ist und ich den Abschlag jetzt gut ins Spiel bringen muss. Ich bin der Meinung, nur wer unter Druck trainiert fühlt sich später im Turnier wie beim Training.

Viel Wert lege ich beim Training auch auf die strikte Einhaltung der Basics: Stand, Griff, Schulterlinie.

 

Wie siehst du die mentale Komponente beim Golf?

Je besser man wird, umso wichtiger wird die mentale Komponente. Auf hohem Niveau ist der mentale Bereich sogar das Wichtigste! Das hat viel mit Vorstellungskraft und autogenem Training zu tun. Hier hätte ich zwei Buchempfehlungen die jedem Golfer weiterhelfen, beide von Dr. Bob Rotella: „So putten Sieger“ und „Das Golf Ihrer Träume“.

 

Wie siehst du die Fitness Komponente beim Golf?

Ich denke, dass Fitness beim Golf immer wichtiger wird. Man sieht es an den Tourspielern von heute, die sind alle komplett durchtrainiert. Spieler a la John Daily sind kaum mehr auf den Touren zu sehen. Wenn man ein paar Tour Spieler auf ihren Social-Media-Kanälen verfolgt, sieht man, dass sie nach ihrem Training oder nach Turnierrunden noch im Fitness Studio sind. Ich denke, da geht es um zwei wichtige Aspekte:

 

Zum einen ist die Belastung beim Golf sehr einseitig und gezielter Muskelaufbau ist zur Verletzungsprävention sehr wichtig und zum anderen entscheidet sich beim Golfen das Ergebnis oft auf die letzten Löcher. Wer hier noch fit und konzentriert ist, hat definitiv einen Vorteil.

 

Wie bereitest du dich vor einem Golfturnier vor?

Mir ist die immer gleiche Routine vor Turnieren sehr wichtig. Ich versuche, dass ich immer mindestens 1h vor dem Turnier den Golfplatz erreiche. Dann schalte ich das Handy aus, weil die Konzentration durch Nachrichten, Emails und Anrufe einfach gestört wird, eventuell nimmt man zu viele störende Gedanken mit auf die Runde.
Ich starte immer auf der Range mit ca. 20 Wedge Schlägen zu unterschiedlichen Zielen um einfach locker zu werden. Dann mache ich jeweils 5 volle Schläge mit den Eisen SW, 9, 7, 5 und Driver. Als letztes mache ich 2-3 Schläge mit dem Schläger, den ich später am ersten Abschlag verwenden werde.
Danach gehe ich zum Putting Green und mache dort (meist verbotenerweise) flache Chips auf unterschiedliche Fahnen um ein Gefühl für die Greens zu bekommen.

Als letztes kommt der Putter zum Einsatz. Ich starte mit langen Putts für das Längengefühl. Dann mache ich nur noch einige 1 m Putts um Selbstvertrauen aufzubauen. Wichtig sind mir bei der Puttvorbereitung 3 Dinge:

  1. Ich spiele niemals mehrere Bälle auf ein Ziel. – auf dem Platz hat man bei jedem Schlag auch nur einmal die Möglichkeit, somit möchte ich beim Training die gleiche Situation wie am Platz üben.
  2. Putten: Ausschließlich mit dem gleichen Ball, welchen ich später auf dem Platz verwenden werde.
  3. Keine Putts im Bereich von 3-5 Meter. Diese Bälle locht man nur ganz selten ein. Vor dem Turnier möchte ich aber nur Erfolgserlebnisse haben. Deshalb nur lange Putts fürs Gefühl, die nicht fallen müssen und kurze Putts, da so gut wie alle ins Loch fallen.

 

Inwiefern gehst du schwierige Situationen an. Spielst du diese eher mit Risiko oder auf Sicherheit? Was würdest du Golfspielern empfehlen?

Ich denke, dass ist sehr abhängig von der Spielsituation und der Spielform.

Bei den Clubmeisterschaften oder anderen Zählspielrunden über mehrere Tage ist eher eine zurückhaltende Spielweise angesagt.

 

Man gewinnt im Golf nicht mit seinen guten Schlägen, sondern mit möglichst wenig schlechten Schlägen. Behalte das immer im Hinterkopf!

Wenn man aber ein Matchplay spielt, oder am letzten Loch noch ein Birdie braucht, muss man natürlich mehr Risiko gehen. Ich bin aber eher ein defensiver Spieler, weil es mir wichtig ist in einem guten Rhythmus auf der Runde zu bleiben. Aggressive Schläge bringen nicht immer zählbare Erfolge mit sich, aber wenn der aggressive Abschlag öfter im hohen Rough landet oder im tiefen Bunker zur Ruhe kommt verliert man schnell seinen Rhythmus und dann geht es schnell komplett bergab.

 

Wie bist du auf Golf-Laser.de gekommen? 

Ich wollte mir damals, als Golf Laser auf den Markt gekommen sind, immer einen Laser kaufen. Allerdings waren mir die Geräte einfach zu teuer. Ich habe dann nach Alternativen gesucht und viele Gespräche mit Herstellern geführt und viele Samples getestet, bis ich einen Laser in der Hand gehalten habe, der meine Ansprüche an Qualität und Optik voll entsprochen hat. Diesen Laser benutze ich selbst seit vielen Jahren und bin dann auf die Idee gekommen, diesen auch allen anderen Golfern anzubieten und bin mit einem Online Shop gestartet. Bald haben wir 10 jähriges Jubiläum J Mir macht es unglaublich viel Freude wenn ich Golfer am Platz sehe, die mit unseren Lasern spielen oder wenn wir per Email Feedback bekommen, dass die Leute ihr Spiel aufgrund des Lasers verbessern konnten.

 

Wie bist du auf Yourtrolley.de gekommen? 

Das Ganze war ziemlich ähnlich wie bei den Lasern. Auch da fragten wir uns immer wieder, warum ein schöner Edelstahl Elektro Trolley 3.000- 4.000 Euro kosten muss. Wir haben uns dann auch auf die Suche nach Herstellern gemacht die einen Trolley nach unseren qualitativen Vorstellungen produzieren können, mit der Vorgabe, dass dieser am Ende nur weniger als die Hälfte der bekannten, etablierten Anbieter von Edelstahl Trolleys kosten darf. Um den Endkundenpreis möglichst gering zu halten verzichten wir fast auf jede Art von Werbung oder Sponsoring. Wir vertreiben unsere Trolleys fast ausschließlich über Weiterempfehlungen von bestehenden, zufriedenen Kunden.

 

Wie unterscheiden sich eure Produkte von denen der Mitbewerber?

In Qualität und Funktion so gut wie gar nicht. Unsere Produkte sind langlebig und sehr gut verarbeitet. Wir geben 2 Jahre Garantie auf unsere Laser und Trolleys. Der wesentliche Unterschied ist, dass wir auf allen, in unseren Augen, unnötigen Schnickschnack verzichten und uns bei beiden Produkten nur auf die fürs Golf spielen entscheidenden Funktionen konzentrieren, was dann zu einem konkurrenzlos günstigen Preis führt.

 

Ist der Golf Laser für jeden geeignet?

Der Golf Laser ist für jeden geeignet, der sein Spiel verbessern will. Es nützt ja nichts, wenn ich weiß, dass ich mit dem Wedge 100 m weit schlage aber nicht weiß, ob die Fahne jetzt bei 98 m oder 114 m steht. Auch im Training ist ein Laser sehr wertvoll. Man kann seine Schlaglängen mit den einzelnen Schlägern sehr genau ermitteln, kann überprüfen wie weit die Entfernungsmarkierungen auf der Range vom aktuellen Standpunkt auf der Range tatsächlich entfernt sind und kann ein Gefühl entwickeln was z.B. ein 25/50/75m Pitch ist.

 

Am Platz selbst ist so ein Laser aber der größte Vorteil. Oft muss man wissen wie weit es noch zu einem Hindernis (zum Beispiel Bunker) ist um dann zu entscheiden, ob man vorlegen soll oder ob man das Hindernis leicht überspielen kann. Das Gleiche gilt natürlich auch für Wasserhindernisse, Doglegs, Ausgrenzen uvm.. Am wichtigsten aber ist die genaue Länge zur Fahne zu kennen. Greens sind zum Teil bis zu 50m tief und wenn man zb. 100 m vor dem Green steht, ist es schon entscheidend ob die Fahne 5 m oder 40 m im Green steckt. Wenn man mit dem Abschlag das Fairway verfehlt und in einem ungewohnten Winkel zum Green steht, hat man oft gar kein Längengefühl mehr wie weit es zum Green ist, weil man keine Entfernungsmarkierungen wie auf dem Fairway hat. Auch hier ist ein Golf Laser eine große Hilfe für die Wahl des richtigen Schlägers. Auch hier kommt noch der mentale Aspekt hinzu: Wenn man die Entfernung exakt kennt, kann man mit dem richtigen Schläger den Schlag viel konsequenter spielen, als wenn man sich unsicher ist.

 

Welchen Golf Trainingstipp würdest du den Lesern mit auf den Weg geben?

Wir verdienen alle kein Geld mit Golf und deshalb sollte Spaß an erster Stelle stehen und nicht zu verbissen angegangen werden. Und wenn das der Fall ist, kommt der Erfolg von ganz alleine. Die richtige Einstellung beim Spiel ist „erwartungsloses Bemühen“.

 

In diesem Sinne: Ein schönes Spiel! 

 

Zum Shop von Daniel´s Golflasern, kommst Du hier.

Zum Shop von Daniel´s Trolleys, kommst Du hier.

Am Ende möchte ich Dir noch ein kleines Schmankerl mitgeben. Du bekommst bei dem Kauf eines Laser bei golf-laser.de 10€ Rabatt. Dazu musst Du einfach PRACTICE10 als Gutscheincode eingeben.

 

 

Vielen Dank.

 

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PracticeyourGolfGame bietet Dir eine Vielzahl an Übungen, mit denen Du Dein Spiel schnell verbessern kannst.

Mit den Übungen im kurzen Spiel wirst Du mehr Sicherheit und Selbstvertrauen aufbauen. Auch Übungen im langem Spiel helfen Dir dabei Deine Ziele genauer anspielen zu können. Die meisten und wichtigsten Schläge sind die Putts, trainiere also auch hier ausreichend.

Vergiss bitte jedoch nicht die beiden unterschätzen Bereiche Mentale Stärke und Golf Fitness.

 

 

Viel Spaß beim Deinem Golf Training und auf meinem Blog.

 

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