Jeder Golfspieler möchte ein besseres Handicap, stimmt´s? Für dieses Ziel ist es aber dringend notwendig, dass Du Dir einen konstanten Golfschwung aneignest. Diesen erhältst Du durch die grundlegenden Basics, wie z.B. den Griff, Stand usw. Jason Day beispielsweise, pocht auf diese Basics und trainiert diese bzw. achtet auf diese bei jedem Golf Training. Das hat nämlich zur Folge, dass Du bei schwierigen Situationen die Nerven behältst und Deinen gewohnten Golfschwung beibehältst. Außerdem hast Du bestimmt schon einmal den Spruch: “Um hohe Türme zu bauen, benötigt man ein gutes Fundament“ gehört, oder?

Wenn Du Dir jetzt überlegst, wie oft Du während Deinem Golf Training an Deinen Basics arbeitest, wirst Du bestimmt antworten: „wenig bis gar nicht“, oder? Bei Anfängern wird noch vermehrt Wert auf die Basics gelegt, je besser Du jedoch wirst, desto weniger achtest Du darauf. Deswegen möchte ich Dir nochmal grundlegende Golf Trainingstipps mitgeben, die Du bei jedem Golf Training anwenden bzw. überprüfen solltest.

Fangen wir mit dem Stand an. Hier solltest Du auf Deine Fußposition, Standbreite, Richtung und Entfernung zum Ball achten.

Fußposition: Grundsätzlich ist Deine Fußposition Neutral oder etwas nach außen gedreht (wie im Bild zu sehen)

Bei vielen Golfspielern tritt jedoch diese Stellung ebenfalls häufig auf

Die Füße werden etwas nach innen gedreht. Das hat dann zur Folge, dass Du Dich weniger drehen kannst. Zudem erhältst Du wenig Stabilität.

Optimal wäre es, wenn Deine Füße etwas nach außen gedreht sind.

Hier erhältst Du mehr Stabilität, kannst Dich mehr drehen und es ist im Durchschwung einfacher, durch den Golfball zu gehen.

Hier ist wichtig, dass Du Deine Füße nur ein kleines Stück nach Außen bewegst. Zu extrem ist hier wiederum auch nicht gut. In folgendem Bild siehst Du, was ich mit zu extrem meine.

Zu der Entfernung zum Golfball gibt es leichte Übungen, an denen Du Dich orientieren kannst.

Nimm Dir hierfür einen Schläger und 2 Golfbälle zur Hand. Einen Ball legst Du normal auf den Boden und sprichst ihn an (als würdest Du ihn schlagen wollen). Nun legst Du Deinen Golfschläger zwischen Deine Beine (in Verlängerung zum Ball und Deinem Körper), auf den Boden.

 Die untere Kante des Schlägers liegt beim Ball. Du stellst Deinen rechten Fuß neben den Schläger, sodass Deine Ferse auf der Hälfte Deines Griffs steht.

Nun legst Du in Verlängerung zu Deiner Fußspitze rechts von Dir einen Golfball auf den Boden. Wenn Deine Ferse in der Mitte des Schlägers steht ist Deine Entfernung zum Golfball sehr gut. Falls nicht, korrigiere so, dass Deine Ferse in der Mitte des Griffs steht.

Standbreite: Deine Standbreite orientiert sich an Deinen Schultern. Der Stand ist bzw. sollte immer ungefähr Schulterbreit sein. Stehst Du zu eng, verlierst Du leichter das Gleichgewicht, stehst Du hingegen zu breit, wird es immer schwieriger eine volle Schulterdrehung hinzubekommen. Teste hier am besten ein wenig rum und finde die perfekte Breite.

Richtung Deiner Füße: Normalerweise schlägst Du dort hin, wohin auch Deine Füße zeigen. Zeigen Deine Füße also nach rechts, schlägst Du auch im Normallfall dort hin. Wenn Du jedoch Golfer beobachtest, in welche Richtung deren Füße zeigen, wirst Du feststellen, dass sie in alle Richtungen zeigen aber nicht dort hin wo letztendlich der Ball hinfliegt. Das kommt dadurch zustande, dass man diese Fehlausrichtung irgendwie kompensieren möchte. Heißt also, wenn Deine Füße nach rechts zeigen und Dein Ball zum Ziel fliegt hast Du diesen Fehler ausgeglichen, indem Du den Ball nach links ziehst. Achte deswegen unbedingt darauf, dass Dein Stand dorthin zeigt wo Du Letzen Endes dann auch hinschlagen möchtest.

Hierfür nimmst Du Dir einen Stick oder Schläger und legst ihn in Deiner Ansprechposition vor Deine Zehnspitzen. Nun richtest Du ihn so aus, dass er zum Ziel zeigt. Bei jedem Schlag achtest Du darauf, dass Deine Zehnspitzen parallel zu dem Stick/Schläger verlaufen.

Stand: Der Stand ist ebenfalls sehr wichtig. Üben kannst Du dies sehr gut Zuhause. Stelle Dich aufrecht hin.  Beuge Deinen Oberkörper ein wenig nach Vorne und gehe anschließend ein wenig in die Knie. Wie weit Du Dich nach vorne beugen musst, kannst Du am besten feststellen, wenn Du Dir einen Schläger zur Hilfe nimmst. Stelle Dich in Deine Ansprechposition (wie als würdest Du einen Ball schlagen) und folge den oben genannten Schritten.

Schulterposition: Hier ist wichtig, dass Deine Schultern dorthin zeigen, wohin Du schlagen möchtest. Heißt also, Deine Schultern sind parallel zu Deiner Richtung der Füße (parallel zum Stick der auf dem Boden die Richtung anzeigt)

Der Griff

Es gibt grundsätzlich drei verschiedene Griffarten:

1:           

2:               

         

3:                

Nummer eins ist der Standard „Interlocked“ Griff. Nummer zwei der „Baseball oder Zehnfinger“ Griff und der dritte ist der „Overlapped“ Griff.

Hier kann man nicht sagen, welcher der Beste ist. Jeder probiert es aus und entscheidet für sich, welcher am besten für ihn geeignet ist. Anfänger tendieren zu dem „Zehnfinger“ Griff. Er ist jedoch nicht schlechter als die anderen. Hauptsache ist hier, dass Du mit Deinem Griff zurechtkommst.

Hier greifst Du Deinen Schläger als erstes mit der linken Hand. Der Schläger verläuft von Deinen Fingern in Deine Handfläche.

Wichtig hier ist, dass Du den Schläger nicht nur mit den Fingern greifst. Anschließend legst Du Deine Hand um den Schläger (schließt Deine Hand). Der Daumen sollte hierbei oben auf dem Griff aufliegen und parallel zum Griff sein.

Jetzt greifst Du mit der rechten Hand den Schläger und legst Deinen linken Daumen unter den Handballen.

Jetzt greifst Du mit der rechten Hand den Schläger und kannst entscheiden, ob Du den Griff „Interlocked“, „Overlapped“ oder „Zehnfinger“ greifst. Entscheidest Du Dich für den „Interlocked“ Griff, kannst Du den Zeigefinger der linken Hand und kleinen Finger der rechten Hand ausstrecken und dann miteinander verschließen:

Hier ist der Zehnfingergriff:

Diesen möchte ich Dir erst gar nicht erklären, da dieser Griff „schlecht“ ist.

Zum Schluss noch den Overlapped Griff:

Hier gehst Du die ersten Schritte wie beim „Interlocked“ Griff. Der einzige Unterschied ist jedoch, dass Du Deinen kleinen Finger der rechten Hand nicht mit dem Zeigefinger (linke Hand) verschließt, sondern einfach den kleinen Finger zwischen Zeige und Mittelfinger der linken Hand legst.

Wenn Du bei jedem Golf Training diese Punkte überprüfst, wirst Du ein starkes Fundament erhalten. Wenn sich bereits hier Fehler einschleichen, wirst Du nie zu einem wirklich konstanten Golfschwung gelangen. Viele Golfspieler vernachlässigen diese grundlegenden Golf Tipps, was dazu führt, dass sie sich schwerer tuen einen konstanten Golfschwung zu erlernen bzw. abzurufen.

Das waren meine Golf Trainingstipps für einen konstanten Golfschwung. Lerne Golf spielen mit den richtigen Golf Trainingstipps und senke Dein Handicap.

Ich wünsche Dir viel Spaß beim trainieren!